Association of the European and Armenian Experts e. V.
(Verband der Europäischen und Armenischen Fachleute e.V.)

 

Aktuell > KUNSTAUSSTELLUNG “BRÜCKE” MIT KURATORIN ANAHIT MKRTCHYAN

UNTER DER SCHIRMHERRSCHAFT DES BEZIRKSBÜRGERMEISTERS LICHTENBERG VON BERLIN MICHAEL GRUNST UND DES BUNDESTAGSABGEORDNETEN a.D. (2013-2017) PROF. DR. MARTIN PÄTZOLD
Im Andenken an Alina Pätzold, geborene Martirossjan, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes

 

Einführung

Alina Pätzold hat durch Kulturaustausch Brücken gebaut. Sie hat das friedliche Miteinander verschiedener Kulturen gefördert und gezeigt, dass die Gemeinsamkeiten unter den Kulturen stärker sind als deren Unterschiede, die auf den ersten Blick unüberbrückbar zu sein scheinen. Gerade im Osten Berlins hat sie tiefe Spuren hinterlassen. Im Andenken an sie und ihr Vermächtnis möchten wir ihr die diesjährigen deutsch-armenischen Kulturtage „Brücke“ widmen.

 

Kunstausstellung “Brücke”, Kuratorin: Anahit Mkrtchyan

Samstag, den 05.05. – Sonntag, den 10.06.2018
(mit Vernissage um 18.00 Uhr und Finissage um 17.00Uhr)
Ort: Galerie im Kulturhaus Karlshorst, Treskowallee 112, 10318 Berlin

Eintritt- frei

Musikalische Umrahmung: Herr Artak Kirakosyan (Tenor) und Nelly Schmallenberg (Pianistin)

 

Das Kunstprojekt, das 2018 im Rahmen der deutsch-armenischen Kulturtage in der Galerie des Kulturhauses Karlshorst stattfinden wird, heißt ‚Die Brücke‘.

Es ist eine Verknüpfung mit dem Brücke-Museum und seiner Geschichte.

Das  Brücke-Museum liegt in Berlin-Dahlem. Im September 2017 feierte das Museum sein 50. Jubiläum.

Es wurde im Jahr 1967 vom Architekten Werner Düttmann gebaut. Über 4000 Werke von Brücke- Künstlern fanden ihren Platz in diesem Museum.

Während des NS Regimes, wurden viele Werke der Brücke-Künstler von den Museen entfernt und zerstört.

Die Künstlergruppe ‚Brücke‘ wurde im Jahr 1905 von den Architekturstudenten in Dresden begründet. Die Mitglieder waren Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl Schmidt-Rottluff, Fritz Bleyl. Später auch Otto Mueller, Max Pechstein, Cuno Amiet aus der Schweiz, Kees van Dongen aus Holland, Akseli Gallen-Kallela aus Finnland und für eine kurze Zeit auch Emil Nolde.

Sie waren international. Ihre Themen waren vielfältig und alltäglich: Mensch, Natur, Stilleben.

Frei und unabhängig in ihrer Art, verließen sie die akademischen Regeln der Malerei.

Das war die Geburt des deutschen Expressionismus, der ein Eckpfeiler der Moderne des zwanzigsten Jahrhunderts war.

Die Gruppe arbeitete zusammen bis 1913. Damals waren sie schon in Berlin. Häufiger Streit verursachte schließlich die Trennung.

Der Einfluss der ‚Brücke‘ auf die Weltkunst ist gigantisch.

Das Ziel unserer Künstler ist es, die Brücke zu erweitern.

Anahit Mkrtchyan, Anush Matevosyan, Aghas Talalyan, Artavazd Talalyan und Sirarpi Asatryan sind eine Gruppe von Künstlern mit armenischer Herkunft, aus Armenien und aus der Diaspora. Aufgrund des geopolitischen Schicksals sind sie auf viele verschiedene Länder verteilt. Weil der deutsche Expressionismus in ihrer Kunsterziehung einen großen Einfluss hat, nennen sie ihr Ausstellungsprojekt “Brücke”. Das Ziel dieser Gruppe ist es, eine internationale Brücke von der Vergangenheit in die Zukunft zu bauen. Sie möchten dabei ihre Heimat mit ihrer Kultur präsentieren, die ein Teil von Europa ist, aber aufgrund des eigenen Schicksals doch so weit von Europa entfernt ist. Sie möchten in einer großen Künstlerfamilie an der Diskussion teilnehmen. Ihr Wort ist das Wort der Seele. Ihre Sprache ist universal. Sie laufen über eine Brücke, die alle Länder, alle Nationen vereint. Es ist die Brücke der Künste. Das war das Prinzip der jungen Brücke-Künstler am Anfang des 20. Jahrhunderts.

 

Mehr über die Künstlerinnen und Künstler im Kunstprojekt ,,Brücke“:

1.    Anush Matevosyan

geboren 1963 in Yerevan,Armenien

Studium an der Kunstfachschule  Terlemezyan in Yerevan, 1978-1982

Studium an der Technischen Uni der Fakultät Mode und Gestaltung in Moskau 1983-1989

seit 1989 Dozentin an der Kunstakademie in Moskau

zahlreiche Ausstellungen in Russland, in der Ukraine und in Armenien

goldene Medaille des 9. internationalen Wettbewerbs für Mode in Moskau 2015

 

Aghas Talalyan

geboren 1963 in Yerevan, Armenien

Studium an der Kunstfachschule Terlemezyan in Yerevan, 1978-1982

Studium an der Akademie der Künste in Yerevan, 1984-1989

seit 2008 Mitglied des Künstlervereins in Armenien

zahlreiche persönliche und Gruppenausstellungen in Armenien, sowie

Ausstellungen in Kanada, in Moskau, in St. Petersburg und in den Arabischen Emiraten

 

Artavazd Talalyan

geboren 1965 in Armenien

Studium an der Kunstfachschule Terlemezyan in Yerevan, 1980-1984

Studium an der Akademie der Künste in Yerevan, 1987-1993

Seit 2008 Mitglied des Künstlervereins in Armenien

Zahlreiche persönliche und Gruppenausstellungen in Armenien, sowie

Ausstellungen in Moskau, in Duschanbe (Tadschikistan), in Paris und in St. Petersburg

 

Anahit Mkrtchyan

geboren 1961 in Kirovakan (Vanadzor), Armenien

Studium an der Kunstfachschule Terlemezyan in Yerevan, 1978-1982

Gestaltungstätigkeiten in Kirovakan (Armenien), 1982-85

Mitglied der Künstlergruppe ,,Klin „ 2002-2006

zahlreiche persönliche und Gruppenausstellungen in Armenien und Deutschland

pädagogische Tätigkeiten in Eerevan und Berlin

 

Sirarpi Asatryan

geboren 1987 in Yerevan, Armenien

lebt seit 1997 in Berlin.

Berufsausbildung am OSZ für Bekleidung und Mode 2005-2008

Studium der Kunstgeschichte und Ethnologie an der FU Berlin 2011-2016

Sie nimmt mit einer Fotokollage am Kunstprojekt ,,Brücke“ teil.

 

Gefördert durch das Bezirksamt Lichtenberg, Amt für Weiterbildung, Fachbereich Kunst und Kultur.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

Kulturhaus Karlshorst             Ev. Paul-Gerhardt-Gemeinde in Lichtenberg            Restaurant Yerevan          KITI MARKET